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Keine Gehaltserhöhung? Das kannst du tun!

Ob und wann dein Gehalt steigt, hängt nicht zuletzt von deinem Arbeitsvertrag, Unternehmen und möglichen Tarifvereinbarungen ab. In tarifgebundenen Betrieben wirken oft auch der Betriebsrat und festgelegte Kriterien wie Qualifikation oder Dienstjahre mit. Ganz automatisch fließt das Plus aber selten – häufig musst du selbst aktiv werden. Rechtlich hast du nur dann einen Anspruch, wenn es in deinem Unternehmen dazu klare Vorgaben gibt. Sonst zählt Eigeninitiative: Wer überzeugend argumentiert, kann oft mehr erreichen.

Es gibt viele Ursachen, warum Gehaltsanpassungen ausbleiben. Die folgenden Gründe begegnen Beschäftigten besonders oft:

1. Du hast (noch) nicht aktiv nachgefragt: Viele Beschäftigte trauen sich nicht, das Thema offensiv anzusprechen. Wer nicht nach einer Gehaltserhöhung fragt, wird häufig übersehen.
2. Fehlende Argumente oder Vorbereitung: Stumpfes Einfordern bringt wenig. Ohne konkrete Nachweise deiner Leistungen fehlt die überzeugende Basis für mehr Gehalt.
3. Deine Arbeit bleibt unsichtbar: Wer Ergebnisse nicht klar kommuniziert oder im Alltag untergeht, wird leicht übersehen, wenn Gehaltsentscheidungen anstehen.
4. Finanzielle Situation des Unternehmens: Ist die Firma in einer schwierigen Lage (zum Beispiel wegen Umsatzeinbrüchen oder Wirtschaftskrisen), sind Gehaltserhöhungen oft schwer durchsetzbar.
5. Krankheit oder längere Abwesenheiten: Häufige Fehlzeiten können ebenfalls gegen eine Gehaltserhöhung sprechen.

Oft steckt nicht fehlende Wertschätzung, sondern schlicht fehlende Information oder unternehmerischer Druck hinter der Absage.

Es gibt keinen Grund, sich enttäuscht zurückzuziehen! Besser ist es, selbstbewusst und vorbereitet in die nächste Gehaltsverhandlung zu gehen. Das sind die wichtigsten Schritte:

– Analysiere deinen Marktwert: Mithilfe von Gehaltsvergleichen – etwa auf kununu – erfährst du, welche Vergütungen in deiner Branche üblich sind.
– Dokumentiere deine Leistungen: Halte deine Erfolge, übernommene Projekte und besondere Mehrwerte regelmäßig fest. Das stärkt deine Argumente.
– Kommuniziere proaktiv: Sprich mit deinem oder deiner Vorgesetzten offen über Karrierewünsche und Gehaltsziele. Stelle gezielte Fragen: „Unter welchen Bedingungen wäre eine Gehaltserhöhung möglich?“
– Bereite starke Argumente vor: Lege dar, warum du mehr verdienst – zum Beispiel durch gesteigerte Verantwortung, erfolgreich abgeschlossene Projekte oder messbare Erfolge.
– Setze Fristen: Falls Versprechen ausbleiben, kannst du Ansprechpartnern eine konkrete Frist für Feedback oder Anpassungen setzen.
– Kenne Alternativen: Attraktive Benefits wie Weiterbildung, flexible Arbeitszeiten oder Sonderzahlungen können ebenfalls Gehaltsfrust mildern, falls ein klassisches Plus nicht möglich ist.

Gerade Frauen erleben oft größere Hürden bei Gehaltsforderungen. Das Entgelttransparenzgesetz hilft – es berechtigt dich, Informationen über das Gehaltsgefüge einzuholen und so fairere Bedingungen einzufordern. Offene Kommunikation und regelmäßiges Feedback helfen außerdem, unbewusste Benachteiligungen abzubauen.

Keine Gehaltserhöhung zu bekommen ist ärgerlich, aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Wer seine Leistungen sichtbar macht, proaktiv nachfragt und strategisch verhandelt, verbessert seine Chancen erheblich. Bereite dich gut vor, suche das Gespräch und nutze alle dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten – dann klappt es beim nächsten Mal vielleicht mit dem verdienten Gehaltsplus!

Source: Quelle: https://news.kununu.com/gehalt/

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